Mehr als 350 Praxen bieten in Deutschland bereits ambulante Chemotherapien in der Krebsbehandlung an. "Möglich ist das, weil die Behandlung in den vergangenen Jahren so viel verträglicher geworden ist", erklärt Privatdozent Dr. Stephan Schmitz, Vorsitzender des Berufsverbandes der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (BNHO) in Deutschland, in der "Apotheken Umschau". Rund 90 Prozent aller nötigen Chemotherapien könnten ambulant erfolgen. Eine Klinik dürfe Patienten zur Chemotherapie nur noch aufnehmen, wenn es dafür einen medizinischen Grund gebe. So müsse etwa eine Knochenmarktransplantation mit Chemotherapie im Krankenhaus stattfinden. "In ländlichen Gebieten kann es vorkommen, dass Sie keine Praxis für eine ambulante Therapie finden", schränkt er aber ein, so dass doch ein Krankenhaus aufgesucht werden müsse. Schmitz schätzt den Anteil der tatsächlich ambulant behandelten Krebskranken derzeit auf über 50 Prozent.
Helligkeit trägt zu einer besseren Stimmung von
Altenheimbewohnern bei. Die "Apotheken Umschau" berichtet über
eine niederländische Untersuchung, in der in zwölf Pflegeheimen
der Einfluss von Licht auf die Befindlichkeit der Senioren
untersucht wurde. In sechs Heimen strahlten in den
Gemeinschaftsräumen tagsüber 1000 Lux, in den andern sechs nur
300 Lux. Der seit dreieinhalb Jahren laufende Versuch zeigt,
dass die Bewohner der hellen Heime deutlich weniger
Depressionssymptome aufweisen.
Süßstoff macht nicht satt -
Zucker löst im Gehirn ein stärkeres Zufriedenheitsgefühl ausDer Gaumen kann Zucker und Süßstoff geschmacklich kaum trennen. Das Gehirn dagegen unterscheidet die Süßungsmittel sehr wohl, berichtet die "Apotheken Umschau". Das zeige eine Untersuchung an der Universität in San Diego (USA). Offenbar regt Zucker das Belohnungszentrum des Gehirns stärker an als Süßstoff und ruft - anders als dieser - auch ein Sättigungsgefühl hervor.
Die Altersteilzeit bringt nicht nur Vorteile, meinen
viele Experten. Wenn die Arbeit an die Bedürfnisse älterer Beschäftigter
angepasst wird, kann der gesundheitliche Nutzen einer längeren
Berufstätigkeit sogar überwiegen. Regelmäßige Sozialkontakte, ein fester
Tagesrhythmus, körperliche und geistige Herausforderungen können länger fit
halten. Aber: "Der Arbeitsplatz muss altersgerecht gestaltet werden", betont
Professor Dennis Nowak, Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und
Umweltmedizin der Universität München, in der "Apotheken Umschau". Lösungen
sind zum Beispiel Gruppenfertigung statt Fließbandarbeit oder der Einsatz
eines älteren Maurers in der Materialverwaltung oder Qualitätskontrolle.
"Das erfordert eine frühzeitige Personalplanung, die in der Praxis meist
versäumt wird", sagt Nowak.
Wenn der Schuh drückt -
Spezielle Pflaster lassen Blasen besser abheilenWer auf neue Schuhe leicht mit Blasen reagiert, sollte sich mit einem speziellen Blasenpflaster wappnen. Im Inneren dieser Pflaster befindet sich eine Gel-Schicht, die für ein feuchtes Milieu auf der Haut sorgt und so die Blase schneller heilen lässt, berichtet die "Apotheken Umschau". Das Pflaster schützt die Stelle vor Schmutz und Bakterien und verhindert weitere Schmerzen beim Gehen. Man belässt es auf der Haut, bis es sich von selbst ablöst. Keinesfalls soll man geschlossene Blasen öffnen. Damit provoziert man nur Entzündungen, die das Problem vergrößern. Neue Wanderstiefel sollte man vorher einlaufen, zum Beispiel auf längeren Spaziergängen. Wer seine "Problemzonen" schon kennt, kann sie vorbeugend mit einem einfachen Pflasterstrip oder einem fest haftenden Klebestreifen (Tapeverband) schützen.
Ein genetischer Fehler in den Sehzellen im
menschlichen Auge ist ein wichtiger Auslöser der "altersabhängigen Makuladegeneration" (AMD), berichtet die "Apotheken Umschau". Bei der AMD
ist das zentrale Sehfeld gestört. Bis zu 12 Prozent der über 80-Jährigen
leidet daran. Forscher der Würzburger Universitäts-Augenklinik fanden
heraus, dass der genetische Defekt die Produktion eines wichtigen Eiweißes
unterbindet. Als Folge verlieren die Lichtrezeptoren im zentralen Sichtfeld
ihre Fähigkeit zu sehen. Die Erkrankung kann bis zur Erblindung führen.
Für rund 700 Krankheiten existieren in Deutschland
Leitlinien von Expertengremien, die Ärzten in Praxen und Kliniken helfen
könnten, ihre Behandlungen zu verbessern. Als Beispiel für einen
segensreichen Behandlungsstandard nennt die "Apotheken Umschau" die
"Leitlinie Mammakarzinom": Neunzig Prozent der Brustkrebspatientinnen, die
danach behandelt werden, überleben mindestens fünf Jahre nach der Diagnose.
Bei nicht nach diesem Standard therapierten Frauen sind es nur 55 Prozent.
Die Leitlinien gibt es in drei Qualitätsstufen, unterteilt nach der Datenbasis, auf der die Empfehlungen beruhen. Die höchste Qualitätsstufe (S1) besitzen 52 von 718 Leitlinien. Sie basieren auf der Auswertung oft Tausender Studien. Als S2 sind 109 eingestuft, hinter denen eine weniger breite Expertengruppe steht. Der Rest (S3) wurde nur vom Vorstand einer Fachgesellschaft verabschiedet. Dass viele Ärzte die Leitlinien nicht anwenden, begründen sie damit, die Vorgaben würden ihre Therapiefreiheit zu sehr einengen. "Leitlinien bilden einen Behandlungskorridor, in dem sich der Arzt bewegen kann", hält Professor Edmund Neugebauer in der "Apotheken-Umschau" dagegen. "Er sollte sich zwar möglichst daran halten, es gibt aber auch gute Gründe, von einer Leitleitlinie abzuweichen." Sich grundsätzlich danach zu richten, soll die Sicherheit in der Medizin verbessern. Um sie anzuwenden, "muss der Arzt wissen, dass es sie gibt", sagt Neugebauer diplomatisch - offenbar wissen es viele nicht.
In der trockenen, heißen Luft der Sauna zu schwitzen tut der Schönheit gut.
Saunafans besitzen eine gut durchblutete Haut mit einem gestärkten
Säureschutzmantel und erhöhter Wasserspeicherkapazität, berichtet die
"Apotheken Umschau" unter Berufung auf Wissenschaftler der Universität Jena.
Auch Dampf- oder Rasulbad und Hamam sind gesund und halten die Haut jung.
Ein Tipp für die Gesichtspflege: Nach dem Bad in Hitze oder Dampf sind die
Poren geöffnet. Jetzt können die Wirkstoffe von Cremes oder Lotionen
besonders gut eindringen. Eine Maske, zum Beispiel mit Pfirsich und Honig,
gibt dem Teint die nötige Feuchtigkeit und macht sie geschmeidig.
Vielbeschäftigte, die sich mit kurzen Schlafzeiten brüsten, spielen Vabanque
mit ihrer Gesundheit. Forscher verstehen den biologischen Sinn des Schlafes
immer besser. Er ist jedenfalls keine schlichte Erholungszeit, die sich
beliebig verkürzen lässt. Nicht nur für die Ausbildung des Gedächtnisses ist
regelmäßiger Schlaf essentiell. "Wir haben Hinweise, dass gerade der
Tiefschlaf wichtig ist für die Regulation des Stoffwechsels", erklärt der
Kieler Neuroendokrinologe Professor Jan Born in der "Apotheken Umschau".
Seine Forschungsgruppe konnte zeigen, dass Testpersonen, die nur vier
Stunden schlafen durften, schon nach einer Woche einen deutlich gestörten
Stoffwechsel aufwiesen. Der Blutzuckerspiegel geriet aus der Balance, der
Blutdruck stieg, und der Spiegel des Stresshormons Kortisol war erhöht.
"Wahrscheinlich braucht der Mensch den Schlaf, um den Stoffwechsel auf einen
genetisch mehr oder weniger vorgegebenen Sollwert zu regulieren. Diesen muss
der Schlaf anscheinend immer wieder neu festschreiben, weil er sonst
vergessen wird", fasst Born zusammen. Endgültige Beweise sind seine
Forschungsergebnisse noch nicht. Aber Born ist sich seiner Sache schon so
sicher, dass er für mehr Wertschätzung der nächtlichen Ruhephase wirbt: "Es
ist eine Zeit, in der das Gehirn sehr viele kreative Dinge tun kann. Das
kommt auch der Entfaltung der Persönlichkeit zugute."
Wenn der Magen knurrt, reagieren Menschen
meist gereizter und angriffslustiger als mit
vollem Bauch. Den Grund dafür sehen Wissenschaftler der Universität Cambridge (England) in
dem Botenstoff Serotonin. Die Substanz, die als Vorstufe
in Käse und anderen Nahrungsmitteln enthalten
ist, bestimmt unter anderem das Verhandlungsgeschick.
Je mehr Serotonin im Blut zirkuliert, desto
geduldiger und erfolgreicher verhalten wir uns bei Verhandlungen.
Für ihre Studie ließen die Forscher einen
Teil ihrer Versuchspersonen eine Diät machen, die
den Serotoninspiegel senkte. Anschließend beobachteten
sie deren strategisches Verhalten in einem Verhandlungsspiel.
Bei den Teilnehmern mit niedrigem
Serotoninspiegel riss der Geduldsfaden schneller
sie reagierten impulsiver und aggressiver als die gut
gesättigten Teilnehmer mit viel Serotonin im Blut.
Lungenentzündung. Wenn eine Infektion der Lunge nicht behandelt wird, können schwere Krankheiten ausbrechen
Auf einmal wird es laut im Untersuchungsraum.
"Ausatmen! Raus,
raus, raus", weist die medizinisch-
technische Assistentin Dagmar Nielsen-Gode ihren Patienten an. Dieser
sitzt gerade in einer Glaskabine, die
das Personal im Krankenhaus Großhansdorf kurz
„Body" nennt - eine luftdichte
Kammer, in der die „Insassen"
durch ein Mundstück Luft von außen
bekommen. „Jetzt tief einatmen." Wie
alle ihre Kollegen im Zentrum für
Pneumologie und Thoraxchirurgie
auch ist Dagmar Nielsen-Gode eigentlich
eine freundliche und ruhige Person.
Aber bei der Untersuchung im
Körper -Plethysmografen - so lautet der
korrekte Name der Apparatur - erhebt
sie ganz gezielt ihre Stimme, sonst
machen die Patienten nicht richtig mit.
Das aber ist ganz wichtig im ,,Body6",
auch beim Finale: „Pusten!", ruft Nielsen- Gode noch einmal besonders laut.
Geschafft!
Ein Symptom, viele Ursachen
Angenehm ist der Aufenthalt in der
Kabine nicht, aber erkenntnisreich. Das
Gerät ermittelt das Lungenvolumen
eines Menschen. Daher kommt kaum
ein Patient, der wegen hartnäckigen
Hustens und Atembeschwerden untersucht
wird, daran vorbei. Zum vollständigen
Diagnoseprogramm gehört meist
auch eine Reihe weiterer Kontrollen, beginnend
mit dem Abhorchen und Abklopfen
des Brustraums bis hin zum...
mehr in der aktuellen Apotheken Umschau

Asthma: Früher endeten
Anfälle oft in der Notaufnahme
Moderne Wirkstoffe
verhindern das heute meist
Es gibt Menschen, deren Lunge aus jeder Mücke einen Elefanten macht. Selbst auf eigentlich harmlose Reize antwortet das Atem- Organ bei ihnen mit heftigen Abwehrmaßnahmen - und schießt dabei über das Ziel hinaus. Die Bronchien und Lungenbläschen entzünden und verengen sich. Das führt zu akuter Atemnot, die in extremen Fällen lebensbedrohlich werden kann. Hier die wichtigsten Fakten zu Asthma bronchiale.
Die Auslöser: Gemeinsam ist allen
Asthmapatienten eine allgemeine
Oberempfindlichkeit des Bronchialgewebes.
Je nach Form und Ausprägung
der Krankheit sind es unterschiedliche
Substanzen oder Umstände,
die zu einem Anfall führen
können. Beim allergischen Asthma
lösen Stoffe aus der Umwelt die Symptome
aus. Dazu zählen Pollen, verschiedene
Staubarten, die Ausscheidungen
von Hausstaubmilben, Schimmelpesporen,
Tierhaare, chemische
Lösungsmittel oder in seltenen Fällen
Parfüme. Bei der nichtallergischen
Variante gehören Infektionen, bestimmte
Medikamente oder einfach nur kalte Luft zu den Auslösern von
Atemnot-Attacken.
Die Häufigkeit: Rund zehn Prozent
aller Kinder leiden unter Asthma, bei
Erwachsenen sind es vier bis sechs
Prozent. Frauen erkranken häufiger
als Männer. Je nach Schweregrad
unterteilen Mediziner die Patienten
in vier Gruppen. Als Maßstab dient
vor allem die Anzahl der Anfälle.
Was in der Lunge passiert: Der
Körper schüttet unterschiedliche Moleküle
aus, die zu den Entzündungen
und Verengungen in den Atemwegen
führen. Das behindert nicht nur den
Luftstrom in den Atemwegen, sondern
führt auch zum verkrampfen der
Atemmuskulatur. Zusätzlich funktioniert
die Selbstreinigung der Lunge
unter diesen Bedingungen nicht mehr
richtig.
mehr in der aktuellen Apotheken Rundschau

Wenn die chronische Entzündung in der Lunge einmal ausbricht, gibt es keine Heilung mehr. Aus diesem Grund ist Vorbeugen so wichtig
Während ihrer Raucherkarriere
hat Marion Blutke schon viele
Abschiede genommen. Vom Inlineskaten zum Beispiel und vom
Tanzen. Auch vom Motorradfahren, obwohl das eines ihrer liebsten Hobbys
war. Alles, was irgendwie mit Bewegung zu tun hatte, fiel ihr im Lauf der
Jahre immer schwerer. Und dann dieser trockene Husten, der mit jeder
Zigarette schlimmer wurde. "Dass die nachlassende Kondition vom Rauchen
kommt, habe ich immer verdrängt", sagt die Friseurin. Im Unterbewusstsein
war es ihr natürlich klar. Hätte sie doch das Rauchen aufgegeben - es wäre
nur dieser einzige Abschied nötig gewesen.
Nicht, dass die heute 49-Jährige die
Abstinenz noch nie ausprobiert hätte. Als sie mit ihren beiden Kindern schwanger war, griff sie kein einziges
Mal zur Zigarette. Auch danach schaffte Blutke es zumindest einen Monat
ohne Nikotin. „Doch dann geriet ich in eine Stresssituation und habe sofort
eine Schachtel auf einmal geraucht." Die Nikotinsucht ist ein treuer Feind.
Sehr viele Betroffene werden ihn in ihrem
ganzen Leben nicht mehr los.
mehr in der aktuellen Apotheken Umschau
"Wer mit dem Rauchen aufhört, hat die Chance auf ein längeres Leben"
Ausdauer- und Atemtraining - damit der Körper lernt, die verbliebene Lungenfunktion optimal zu nutzen.
Rauchstopp ist unerlässlich
Natürlich stand auch eine Nichtraucherschulung auf dem Programm. Alle
therapeutischen Maßnahmen und Medikamente bringen nichts, wenn ein Erkrankter
weiter- hin raucht. Jürgen Fischer klärt je- den seiner Patienten eindringlich
auf: „Es gibt die Chance auf ein längeres Leben - wenn Sie mit dem Rauchen
aufhören." Der Zusatz „je früher, desto besser" mag in diesem Zusammenhang
überflüssig scheinen, ist aber für COPD-Patienten besonders wichtig. Viele
bemerken ihr Leiden erst sehr spät, weil der Zerstörungsprozess in der Lunge nur
langsam fortschreitet. Die da- mit verbundene Leistungsabnahme können Raucher
eine ganze Zeit lang gut ignorieren. Sie vermeiden einfach körperliche
Belastungen. „Man nimmt eben den Fahrstuhl...."
mehr in der aktuellen Apotheken Umschau
Früherkennung für Kinder erweitert
Zusätzlich zu den von der gesetzlichen Krankenkasse erstatteten Früherkennungsuntersuchungen für Kinder von der Geburt (U 1) bis zum Alter von fünf Jahren (U 9) wird seit Mitte des Jahres die U 7a für Dreijährige angeboten. Sie soll die Lücke zwischen der U 7 (2 Jahre) und der U 8 (4 Jahre) schließen und helfen, mögliche Gesundheitsprobleme wie etwa Übergewicht, Seh- und Sprachstörungen in dieser wichtigen Entwicklungsphase rechtzeitig zu erkennen.
Wenn Deutsche an die chinesische Medizin denken, fällt ihnen zuerst die Akupunktur ein.
Das liegt auch an den deutschen Ärzten, die nach TCM ("Traditionelle Chinesische Medizin") behandeln,
denn sie bevorzugen die Nadeln deutlich. Allenfalls zehn Prozent aller TCM entfallen hierzulande auf
die Kräuterbehandlung. In China selbst aber macht die Arzneitherapie 80 bis 90 Prozent aller
Behandlungen aus, berichtet die "Apotheken Umschau". Erst danach kommen Akupunktur, Tuina-Massage
und Qigong. Gerade bei chronischen Erkrankungen gilt die Kräutertherapie als weitaus wirkungsvoller
als der Gebrauch der Nadeln. Viele Chinesische Heilkräuter besitzen eine starke Wirkung und eignen
sich deshalb nicht für die Selbstmedikation. Sie gehören in die Hand erfahrener Therapeuten. Rund
90 Prozent der Präparate entstehen aus Samen, Früchten, Rinden, Wurzeln, Blättern und Blüten von
Pflanzen. Jeweils etwa fünf Prozent sind tierischen Ursprungs und Mineralien. Europäer reagieren
empfindlicher als Chinesen auf die Präparate. Deshalb liegen hierzulande die Dosierungen
drei- bis sechsmal unter den in China üblichen Mengen. Dem Chinesen muss die Medizin
übrigens schmecken, wenn sie wirksam sein soll. Ekelt er sich vor dem Geruch oder Geschmack,
weiß er: Sie kann nicht richtig sein für ihn.
mehr in der aktuellen Apotheken Umschau
Die Altersteilzeit bringt nicht nur Vorteile, meinen
viele Experten. Wenn die Arbeit an die Bedürfnisse älterer Beschäftigter
angepasst wird, kann der gesundheitliche Nutzen einer längeren
Berufstätigkeit sogar überwiegen. Regelmäßige Sozialkontakte, ein fester
Tagesrhythmus, körperliche und geistige Herausforderungen können länger fit
halten. Aber: "Der Arbeitsplatz muss altersgerecht gestaltet werden", betont
Professor Dennis Nowak, Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und
Umweltmedizin der Universität München, in der "Apotheken Umschau". Lösungen
sind zum Beispiel Gruppenfertigung statt Fließbandarbeit oder der Einsatz
eines älteren Maurers in der Materialverwaltung oder Qualitätskontrolle.
"Das erfordert eine frühzeitige Personalplanung, die in der Praxis meist
versäumt wird", sagt Nowak.
Wenn der Schuh drückt -
Spezielle Pflaster lassen Blasen besser abheilenWer auf neue Schuhe leicht mit Blasen reagiert, sollte sich mit einem speziellen Blasenpflaster wappnen. Im Inneren dieser Pflaster befindet sich eine Gel-Schicht, die für ein feuchtes Milieu auf der Haut sorgt und so die Blase schneller heilen lässt, berichtet die "Apotheken Umschau". Das Pflaster schützt die Stelle vor Schmutz und Bakterien und verhindert weitere Schmerzen beim Gehen. Man belässt es auf der Haut, bis es sich von selbst ablöst. Keinesfalls soll man geschlossene Blasen öffnen. Damit provoziert man nur Entzündungen, die das Problem vergrößern. Neue Wanderstiefel sollte man vorher einlaufen, zum Beispiel auf längeren Spaziergängen. Wer seine "Problemzonen" schon kennt, kann sie vorbeugend mit einem einfachen Pflasterstrip oder einem fest haftenden Klebestreifen (Tapeverband) schützen.
Ein genetischer Fehler in den Sehzellen im
menschlichen Auge ist ein wichtiger Auslöser der "altersabhängigen Makuladegeneration" (AMD), berichtet die "Apotheken Umschau". Bei der AMD
ist das zentrale Sehfeld gestört. Bis zu 12 Prozent der über 80-Jährigen
leidet daran. Forscher der Würzburger Universitäts-Augenklinik fanden
heraus, dass der genetische Defekt die Produktion eines wichtigen Eiweißes
unterbindet. Als Folge verlieren die Lichtrezeptoren im zentralen Sichtfeld
ihre Fähigkeit zu sehen. Die Erkrankung kann bis zur Erblindung führen.
Wenn sich die Deutschen aufmachen, um die große weite Welt zu bereisen, dann
sind sie meist gut vorbereitet. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag
der "Apotheken Umschau" herausfand, informieren sich fast 90 Prozent (88,8
%) der Fernreise erprobten Männer und Frauen vor ihrem Urlaub über
Empfehlungen zur Gesundheitsvorsorge oder lassen sich gar reisemedizinisch
beraten - insbesondere wenn sie exotischere Ziele ansteuern. Die meisten von
ihnen holen sich Rat beim Hausarzt (71,4 %). Viele informieren sich auch im
Internet (25,9 %), im Reisebüro (24,2 %) oder in der Apotheke (16,7 %). Von
den Befragten insgesamt - egal, ob sie nun in Deutschland oder im Ausland
Urlaub machen - lässt sich immerhin auch mehr als ein Drittel (36,9 %) vor
Reiseantritt medizinisch beraten.
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des
Apothekenmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK
Marktforschung Nürnberg bei 2.010 Personen ab 14 Jahren, darunter 127 Männer
und Frauen, die in den letzten 10 Jahren schon Urlaubsreisen in ferne,
exotische Länder unternommen haben.
Wenn der Magen knurrt, reagieren Menschen
meist gereizter und angriffslustiger als mit
vollem Bauch. Den Grund dafür sehen Wissenschaftler der Universität Cambridge (England) in
dem Botenstoff Serotonin. Die Substanz, die als Vorstufe
in Käse und anderen Nahrungsmitteln enthalten
ist, bestimmt unter anderem das Verhandlungsgeschick.
Je mehr Serotonin im Blut zirkuliert, desto
geduldiger und erfolgreicher verhalten wir uns bei Verhandlungen.
Für ihre Studie ließen die Forscher einen
Teil ihrer Versuchspersonen eine Diät machen, die
den Serotoninspiegel senkte. Anschließend beobachteten
sie deren strategisches Verhalten in einem Verhandlungsspiel.
Bei den Teilnehmern mit niedrigem
Serotoninspiegel riss der Geduldsfaden schneller
sie reagierten impulsiver und aggressiver als die gut
gesättigten Teilnehmer mit viel Serotonin im Blut.
Lungenentzündung. Wenn eine Infektion der Lunge nicht behandelt wird, können schwere Krankheiten ausbrechen
Auf einmal wird es laut im Untersuchungsraum.
"Ausatmen! Raus,
raus, raus", weist die medizinisch-
technische Assistentin Dagmar Nielsen-Gode ihren Patienten an. Dieser
sitzt gerade in einer Glaskabine, die
das Personal im Krankenhaus Großhansdorf kurz
„Body" nennt - eine luftdichte
Kammer, in der die „Insassen"
durch ein Mundstück Luft von außen
bekommen. „Jetzt tief einatmen." Wie
alle ihre Kollegen im Zentrum für
Pneumologie und Thoraxchirurgie
auch ist Dagmar Nielsen-Gode eigentlich
eine freundliche und ruhige Person.
Aber bei der Untersuchung im
Körper -Plethysmografen - so lautet der
korrekte Name der Apparatur - erhebt
sie ganz gezielt ihre Stimme, sonst
machen die Patienten nicht richtig mit.
Das aber ist ganz wichtig im ,,Body6",
auch beim Finale: „Pusten!", ruft Nielsen- Gode noch einmal besonders laut.
Geschafft!
Ein Symptom, viele Ursachen
Angenehm ist der Aufenthalt in der
Kabine nicht, aber erkenntnisreich. Das
Gerät ermittelt das Lungenvolumen
eines Menschen. Daher kommt kaum
ein Patient, der wegen hartnäckigen
Hustens und Atembeschwerden untersucht
wird, daran vorbei. Zum vollständigen
Diagnoseprogramm gehört meist
auch eine Reihe weiterer Kontrollen, beginnend
mit dem Abhorchen und Abklopfen
des Brustraums bis hin zum...
mehr in der aktuellen Apotheken Umschau

Asthma: Früher endeten
Anfälle oft in der Notaufnahme
Moderne Wirkstoffe
verhindern das heute meist
Es gibt Menschen, deren Lunge aus jeder Mücke einen Elefanten macht. Selbst auf eigentlich harmlose Reize antwortet das Atem- Organ bei ihnen mit heftigen Abwehrmaßnahmen - und schießt dabei über das Ziel hinaus. Die Bronchien und Lungenbläschen entzünden und verengen sich. Das führt zu akuter Atemnot, die in extremen Fällen lebensbedrohlich werden kann. Hier die wichtigsten Fakten zu Asthma bronchiale.
Die Auslöser: Gemeinsam ist allen
Asthmapatienten eine allgemeine
Oberempfindlichkeit des Bronchialgewebes.
Je nach Form und Ausprägung
der Krankheit sind es unterschiedliche
Substanzen oder Umstände,
die zu einem Anfall führen
können. Beim allergischen Asthma
lösen Stoffe aus der Umwelt die Symptome
aus. Dazu zählen Pollen, verschiedene
Staubarten, die Ausscheidungen
von Hausstaubmilben, Schimmelpesporen,
Tierhaare, chemische
Lösungsmittel oder in seltenen Fällen
Parfüme. Bei der nichtallergischen
Variante gehören Infektionen, bestimmte
Medikamente oder einfach nur kalte Luft zu den Auslösern von
Atemnot-Attacken.
Die Häufigkeit: Rund zehn Prozent
aller Kinder leiden unter Asthma, bei
Erwachsenen sind es vier bis sechs
Prozent. Frauen erkranken häufiger
als Männer. Je nach Schweregrad
unterteilen Mediziner die Patienten
in vier Gruppen. Als Maßstab dient
vor allem die Anzahl der Anfälle.
Was in der Lunge passiert: Der
Körper schüttet unterschiedliche Moleküle
aus, die zu den Entzündungen
und Verengungen in den Atemwegen
führen. Das behindert nicht nur den
Luftstrom in den Atemwegen, sondern
führt auch zum verkrampfen der
Atemmuskulatur. Zusätzlich funktioniert
die Selbstreinigung der Lunge
unter diesen Bedingungen nicht mehr
richtig.
mehr in der aktuellen Apotheken Rundschau

Wenn die chronische Entzündung in der Lunge einmal ausbricht, gibt es keine Heilung mehr. Aus diesem Grund ist Vorbeugen so wichtig
Während ihrer Raucherkarriere
hat Marion Blutke schon viele
Abschiede genommen. Vom Inlineskaten zum Beispiel und vom
Tanzen. Auch vom Motorradfahren, obwohl das eines ihrer liebsten Hobbys
war. Alles, was irgendwie mit Bewegung zu tun hatte, fiel ihr im Lauf der
Jahre immer schwerer. Und dann dieser trockene Husten, der mit jeder
Zigarette schlimmer wurde. "Dass die nachlassende Kondition vom Rauchen
kommt, habe ich immer verdrängt", sagt die Friseurin. Im Unterbewusstsein
war es ihr natürlich klar. Hätte sie doch das Rauchen aufgegeben - es wäre
nur dieser einzige Abschied nötig gewesen.
Nicht, dass die heute 49-Jährige die
Abstinenz noch nie ausprobiert hätte. Als sie mit ihren beiden Kindern schwanger war, griff sie kein einziges
Mal zur Zigarette. Auch danach schaffte Blutke es zumindest einen Monat
ohne Nikotin. „Doch dann geriet ich in eine Stresssituation und habe sofort
eine Schachtel auf einmal geraucht." Die Nikotinsucht ist ein treuer Feind.
Sehr viele Betroffene werden ihn in ihrem
ganzen Leben nicht mehr los.
mehr in der aktuellen Apotheken Umschau
"Wer mit dem Rauchen aufhört, hat die Chance auf ein längeres Leben"
Ausdauer- und Atemtraining - damit der Körper lernt, die verbliebene Lungenfunktion optimal zu nutzen.
Rauchstopp ist unerlässlich
Natürlich stand auch eine Nichtraucherschulung auf dem Programm. Alle
therapeutischen Maßnahmen und Medikamente bringen nichts, wenn ein Erkrankter
weiter- hin raucht. Jürgen Fischer klärt je- den seiner Patienten eindringlich
auf: „Es gibt die Chance auf ein längeres Leben - wenn Sie mit dem Rauchen
aufhören." Der Zusatz „je früher, desto besser" mag in diesem Zusammenhang
überflüssig scheinen, ist aber für COPD-Patienten besonders wichtig. Viele
bemerken ihr Leiden erst sehr spät, weil der Zerstörungsprozess in der Lunge nur
langsam fortschreitet. Die da- mit verbundene Leistungsabnahme können Raucher
eine ganze Zeit lang gut ignorieren. Sie vermeiden einfach körperliche
Belastungen. „Man nimmt eben den Fahrstuhl...."
mehr in der aktuellen Apotheken Umschau
Früherkennung für Kinder erweitert
Zusätzlich zu den von der gesetzlichen Krankenkasse erstatteten Früherkennungsuntersuchungen für Kinder von der Geburt (U 1) bis zum Alter von fünf Jahren (U 9) wird seit Mitte des Jahres die U 7a für Dreijährige angeboten. Sie soll die Lücke zwischen der U 7 (2 Jahre) und der U 8 (4 Jahre) schließen und helfen, mögliche Gesundheitsprobleme wie etwa Übergewicht, Seh- und Sprachstörungen in dieser wichtigen Entwicklungsphase rechtzeitig zu erkennen.
Wenn Deutsche an die chinesische Medizin denken, fällt ihnen zuerst die Akupunktur ein.
Das liegt auch an den deutschen Ärzten, die nach TCM ("Traditionelle Chinesische Medizin") behandeln,
denn sie bevorzugen die Nadeln deutlich. Allenfalls zehn Prozent aller TCM entfallen hierzulande auf
die Kräuterbehandlung. In China selbst aber macht die Arzneitherapie 80 bis 90 Prozent aller
Behandlungen aus, berichtet die "Apotheken Umschau". Erst danach kommen Akupunktur, Tuina-Massage
und Qigong. Gerade bei chronischen Erkrankungen gilt die Kräutertherapie als weitaus wirkungsvoller
als der Gebrauch der Nadeln. Viele Chinesische Heilkräuter besitzen eine starke Wirkung und eignen
sich deshalb nicht für die Selbstmedikation. Sie gehören in die Hand erfahrener Therapeuten. Rund
90 Prozent der Präparate entstehen aus Samen, Früchten, Rinden, Wurzeln, Blättern und Blüten von
Pflanzen. Jeweils etwa fünf Prozent sind tierischen Ursprungs und Mineralien. Europäer reagieren
empfindlicher als Chinesen auf die Präparate. Deshalb liegen hierzulande die Dosierungen
drei- bis sechsmal unter den in China üblichen Mengen. Dem Chinesen muss die Medizin
übrigens schmecken, wenn sie wirksam sein soll. Ekelt er sich vor dem Geruch oder Geschmack,
weiß er: Sie kann nicht richtig sein für ihn.
mehr in der aktuellen Apotheken Umschau