Das Positive zuerst: Sie haben es in der Hand, Ihren Bluthochdruck günstig zu beeinflussen und mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Dazu ist ein vorbeugender und therapieunterstützender Lebenswandel die Grundvoraussetzung. Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen einfache Tipps und Hinweise für eine bewusstere Ernährung, mehr Bewegung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Genussmitteln.
Eine bewusste, abwechslungsreiche Ernährung wirkt sich positiv auf das Körpergewicht aus und trägt so zur Senkung des Blutdrucks bei. Dazu gilt es, folgende Regeln zu berücksichtigen:
Wichtig: Pro verlorenes Kilogramm Körpergewicht reduziert sich der Blutdruck schon um systolisch 2,5 und um diastolisch 1,5 mmHg!
Ihre Ernährung sollte sich etwa wie folgt zusammensetzen:
Grundsätzlich gilt: Wer gesund lebt und auf eine ausgewogene Ernährung achtet, kann sich hin und wieder auch einen kleinen ,Ausrutscher" erlauben. Gerade Hypertoniker sollten sich jedoch über die möglichen Risiken und Folgen ihrer lieb gewonnenen "kleinen Laster" informieren.
Es ist allgemein bekannt, dass ein Übermaß an Alkohol schwere Leberschäden verursacht. Was Hypertoniker noch zusätzlich wissen sollten: Alkohol ist äußerst kalorienreich. Dies ist gerade wichtig für Patienten, die eine Diät zur Gewichtsreduzierung machen. Gegen gelegentlichen Genuss von alkoholischen Getränken ist auch bei Bluthochdruck meistens nichts einzuwenden. Achten Sie jedoch darauf, dass die tägliche Menge nicht über 30 Gramm liegt - das entspricht etwa einer Flasche Bier oder einem Viertel Liter Wein. Bei Frauen sollte die tägliche Alkoholmenge 20 Gramm nicht übersteigen. Empfehlenswert ist er in jedem Fall, auf alkoholfreies Bier umzusteigen.
Rauchen schädigt die Blutgefäße in besonders hohem Maße. Deshalb ist es äußerst ratsam, diese Angewohnheit aufzugeben - auch wenn es zunächst schwer fällt. Nur so wird Ihre Hypertonietherapie und Risikoprophylaxe gegen Schlaganfall und Herzinfarktwirklich erfolgreich sein.
In einigen Fällen raten Ärzte ihren Hypertoniepatienten vom Genuss koffeinhaltiger Getränke ab. Meistens ist jedoch gegen Kaffee, Tee oder Cola-Getränke nichts einzuwenden. Wer diese Getränke gut verträgt, darf Sie in Maßen [ca. 1 -2 Tassen täglich) genießen. Andernfalls können Sie auch auf koffeinfreie Produkte umsteigen. Besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, welche Maßnahme für Sie die Passende ist.
Patienten mit leichter Hypertonie können, nach Rücksprache mit dem Arzt, fast jede Sportart ausüben. Am besten eignen sich Ausdauersportarten ohne große Kraftanstrengung wie Wandern, Schwimmen oder Radfahren. Auch bei mittelschwerer Hypertonie sollten Sie nicht auf Bewegung verzichten. Ganz im Gegenteil: Regelmäßige körperliche Aktivität hat günstige Effekte auf die Erkrankung.
Optimal wäre mindestens 3x die Woche eine Belastungsdauer von etwa 20-60 Minuten. So bietet, es sich an, das Auto öfter mal stehen zu lassen und stattdessen zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren.
Geeignete Sportarten
Mit Vorsicht zu betreibende Sportarten
Ständige Anspannung und Stress können den Erfolg einer Hypertonietherapie empfindlich stören. Deshalb sollten gerade Patienten mit Bluthochdruckversuchen, insgesamt entspannter und ruhiger zu werden, und auch in akuten Stresssituationen gelassen zu reagieren, Wer seine berufliche und private Lebensweise ordnet, kann seelische Überforderung vermeiden und ein Mehr an Lebensqualität gewinnen. Sehr empfehlenswert sind dafür Methoden zur Stressbewältigung wie Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung. Auch die chinesischen Körperübungen des Tai Chi sind geeignet, weil sie fließend und ohne Hast ausgeführt werden. Natürlich muss man sich für Entspannung Zeit nehmen - am besten regelmäßig.